Embalis letztes Kalb

Es ist 4:00 Uhr in der Früh als sich Emablis Mutter Bati Akamo auf den Weg zur Wasserstelle macht. Zurückkehren wird sie erst am Nachmittag, dann mit Wasser für Embali und ihre vier Geschwister und hoffentlich einer ordentlichen Portion Heu für das kleine Kälbchen, welches bei ihnen in der Hütte wohnt.

Es ist noch nicht lange her da, hatten sie noch eine stolze Herde von 25 Rindern, die um ihre Hütte gegrast und die Familie versorgt haben. Doch die Dürre trocknete alles aus und die ersten Tiere verendeten und bald blieb Embali und ihrer Familie nur noch eines über. Das Kalb ist bereits schwach und Embali weiß, dass es nicht mehr lange überleben wird und doch versucht sie alles um das Kalb durchzubringen. Sie muss stark sein und auf ihre kleinen Brüder und Schwestern acht geben und sie versorgen. Früher konnte Embali zur Schule gehen, doch heute ist ihre Mutter auf sie angewiesen.

Damit Embalis Familie überleben kann, werden sie von zwei Verwandten unterstützt. Jene arbeiten bei einem Projekt der Caritas mit und gewinnen dem dornigen Busch mehr Weideland ab, um alles vorzubereiten, wenn der Regen endlich kommt. Diese und ähnliche Arbeiten sind die einzige Möglichkeit sich ein bisschen Geld zu verdienen mit dem sie für die Witwe und ihre fünf Kinder Nahrungsmittel kaufen können.

Mit deiner Hilfe können Menschen in Äthiopien lebensnotwendige Löhne verdienen.