Weil's Kraft hat.

Ein Mensch verbringt im Durchschnitt neun Monate seines Lebens auf dem Klo. Wo würdest du hingehen, wenn dein Haus in der äthiopischen Einöde steht und du keine Toilette besitzt? Na klar, hinter einen Busch, oder? Da stellt sich für mich die Frage, suchen sich deine Familienmitglieder jeder einen eigenen Busch, oder teilt ihr euch einen Busch, oder ...

Ich denke, ich würde eine Toilette für meine Familie bauen - weil es hygienischer ist, weil es vor Krankheiten schützt, weil es sicherer ist oder einfach, weil es bequemer ist. Und da ich auf "Bio stehe", erzähle ich euch auch, dass menschliche Fäkalien wertvolle Rohstoffe für Bewässerung, Düngemittel und für die Energiegewinnung sind.

Meine Toilette im ländlichen Äthiopien ist eine Betonplatte mit einer Öffnung über einem tieferem Erdloch. Haben wir nun unser Geschäft verrichtet, decken wir es immer wieder mal mit mineralstoffreicher Asche aus den Kochstellen ab. Das können wir ca. ein Jahr lang so machen. Dann graben wir ein neues Erdloch und schieben die Betonplatte wieder darüber.

Und das Coolste daran: auf unserer alten Klostelle pflanzen wir ein Fruchtbäumchen, Mangos sind z.B. toll. Die wachsen und gedeihen durch den hervorragenden Dünger. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern ernährt auch meine Familie. Wow, unsere Bio-Toilette ist ein richtiger Tausendsassa.

Deine Bio-Toilette für Äthiopien

Die Not mit der Notdurft

Ein Tag ohne Toilette ist für uns unvorstellbar, aber 2,6 Milliarden Menschen (38 % der Weltbevölkerung) leben ohne ein richtiges WC. Die gesundheitlichen Folgen sind fatal.

Menschen sterben aufgrund unzureichender Hygienebedingungen und verunreinigtem Trinkwasser. Und für Kinder und Frauen ist das Fehlen einer Toilette zusätzlich ein Sicherheitsrisiko - im Dunkeln auf dem offenen Feld sind sie Gewalttaten und Vergewaltigungen hilflos ausgeliefert.