Holz sammeln ist kein Kinderspiel

Mir fällt das Atmen in der dunklen Rundhütte schwer. Die äthiopische Familie zeigt jedoch voller Stolz ihre offene Kochstelle. Offenbar stört sie der Rauch nicht, zudem vertreibt er das Ungeziefer. Die Kinder spielen neben dem Feuer. „Voll gefährlich“, denke ich. Aber lange können sie nicht spielen, weil die Kinder wieder Holz sammeln müssen. Kochen verbraucht viel Holz.

Ein neuer Lehmherd verbraucht nur halb so viel Feuerholz und spart eine Menge Energie. Das bedeutet: mehr Baumbestand, mehr Sicherheit und mehr Zeit zum Spielen für die Kinder. Anstatt wie früher täglich Holz sammeln zu müssen, reicht es jetzt ein bis zwei Mal die Woche. Die Ressourcen werden geschont und in der engen Strohhütte wird kein schädlicher Rauch mehr verteilt. Wie viele andere stolze Lehmherd-Besitzer freut sich auch Alamnesh Dibay über ihren "Energiesparofen", der ihre Situation und die ihrer Famillie nachhaltig verbessert.

Isabella, Praktikantin Caritas Vorarlberg, erinnert sich an ihre Äthiopienreise.

Entfache ein sicheres Feuer um €8

Holz sparen heißt Klimaschutz

Der Organisation „Mongabay“ zufolge sind heute schätzungsweise 12 % der Landfläche Äthiopiens bewaldet. Eine der Hauptursachen für die Entwaldung in Äthiopien ist das Bevölkerungswachstum und die daraus resultierende erhöhte Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten und Feuerholz.

In Äthiopien hat die Abholzung von Wald Bodenerosion verursacht – weniger Holzverbrauch schützt die fruchtbare Erde und die Artenvielfalt.